Einflüsse auf die Berufswahl: Jugendliche setzen auf Beratung der Eltern, Internetrecherche und Work-Life-Balance

Vom 09.05.2017

Umfrage von meinestadt.de zeigt, was die Entscheidung der Jugendlichen beeinflusst

Industriekaufmann, Uhrmacher oder Fachkraft für Speiseeis? Schüler, die nach ihrem Abschluss eine Ausbildung beginnen möchten, haben die Qual der Wahl aus über 350 verschiedenen Ausbildungsberufen. Wo informieren sich Schüler über ihre Berufsmöglichkeiten und wer oder was hilft ihnen bei der Entscheidung für den richtigen Ausbildungsberuf? meinestadt.de, der führende Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung, hat im Februar 2017 über 500 Nutzer der neuen Azubi-App TalentHero zu Einflüssen auf ihre Berufswahl befragt.

Familie, Freunde und Lehrer sind wichtige Berater
Auf der Suche nach dem richtigen Ausbildungsberuf spielt vor allem das persönliche Umfeld immer noch eine sehr große Rolle für Jugendliche – allen voran die Eltern. Dabei wird besonders der Rat der Mutter von fast zwei Drittel der Befragten für die Berufswahl als wichtig oder sogar sehr wichtig eingestuft. Auf den väterlichen Rat setzen dagegen überraschenderweise nur die Hälfte der befragten Ausbildungssuchenden. 43 Prozent der Jugendlichen ist darüber hinaus die Meinung ihrer Freunde wichtig, während genauso viele sich fachkundige Tipps von Bekannten holen, die bereits im gewünschten Beruf arbeiten. Danach sind mit knapp 40 Prozent Lehrer die nächste Anlaufstelle für Berufsberatung und damit den Jugendlichen überraschenderweise fast genauso wichtig wie der Rat der Freunde.

Recherchequellen zur Berufswahl
Neben der persönlichen Beratung durch Familie und Freunde ist das Internet die wichtigste Informationsquelle der Jugendlichen. Sieben von acht Jugendlichen informieren sich im Internet über verschiedene Berufe, 58 Prozent suchen online nach Unternehmensinformationen. Auch soziale Medien werden bereits von 43 Prozent der Befragten genutzt, um den passenden Ausbildungsberuf für sich zu finden. In Print-Medien, wie Tageszeitungen und Zeitschriften informiert sich zum Thema Berufswahl nur noch rund jeder Fünfte der Ausbildungssuchenden.

Tradition vs. Traumberuf
Traditionsbewusstsein ist bei den Jugendlichen out. Nur jeweils knapp 3 Prozent der Befragten gaben an, den gleichen Beruf wie ihre Mutter oder ihr Vater erlernen zu wollen oder gar in den Familienbetrieb einzutreten. Auch die Treue zu namhaften Arbeitgebermarken wird immer unwichtiger. Nur rund 8 Prozent haben ein Wunschunternehmen, in dem sie gerne eine Ausbildung beginnen möchten. Die Top 3 Faktoren, um eine Ausbildung zu beginnen, sind für Jugendliche: Auf Platz 1 mit zwei Drittel der Stimmen „Spaß an der Arbeit“ und am zweitwichtigsten ist der Hälfte der befragten Jugendlichen, dass ihr zukünftiger Beruf zu ihren persönlichen Interessen und Hobbys passt. Nur knapp dahinter auf Platz 3 landet der „Traumberuf“. Kriterien wie Aufstiegschancen und gute Bezahlung sind bei den Jugendlichen zweitrangig.

Konsequenzen für Unternehmen
Unternehmen dürfen nicht darauf hoffen, dass allein guter Ruf und Name den Fachkräfte-Nachwuchs anlocken werden. Vielmehr müssen sie sowohl in die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität als auch der Attraktivität der angebotenen Ausbildungsinhalte investieren, um Jugendliche von einer betrieblichen Laufbahn zu überzeugen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Darüber hinaus müssen Arbeitgeber sich und ihre offenen Ausbildungsstellen vor allem online und in sozialen Medien präsentieren, um junge Berufseinsteiger zu erreichen.

Über die Umfrage
meinestadt.de, der führende Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung, hat im Februar 2017 insgesamt 531 Nutzer, hauptsächlich im Alter von 14 bis 25 Jahren, zu Einflüssen auf die Berufswahl in der Azubi-App TalentHero befragt. Unter den Nutzern gaben 42 Prozent an, einen Realschulabschluss bzw. mittlere Reife und 19 Prozent einen Hauptschulabschluss zu besitzen. 52 Prozent der Befragten möchten nach der Schule eine Ausbildung beginnen, 12 Prozent haben eine vorherige Ausbildung abgebrochen und sind auf der Suche nach einer neuen Stelle. 14 Prozent sind noch unentschlossen.

Über meinestadt.de
meinestadt.de ist der führende Stellenmarkt für Fachkräfte mit Berufsausbildung. Durch den regionalen und lokalen Fokus verbindet meinestadt.de Unternehmen und Jobsuchende in allen 11.000 Städten und Gemeinden Deutschlands. Stellensuchende können sowohl online als auch mobil und über die mehrfach ausgezeichneten Job-Apps jederzeit auf die Angebote zugreifen. TalentHero, die Azubi-App von meinestadt.de, hilft Jugendlichen bei der Berufswahl und bringt Unternehmen und Auszubildende für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft zusammen.

Die meinestadt.de GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Axel Springer Digital
Classifieds.