Ausbildung zum
Spezialtiefbauer


Dauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich Empf. Abschluss: Mittlere Reife Arbeitszeit: Standard-Arbeitszeit

Was macht man als Spezialtiefbauer?

Schaffe mit deiner Arbeit die Basis für große Bauvorhaben!

Inhaltsverzeichnis


Kurzbeschreibung Berufsbild zum Spezialtiefbauer

Du willst lieber tief in die Erde statt hoch hinaus? Du hast im Sandkasten schon lieber Tunnel gebuddelt, statt Sandburgen zu bauen? Wenn du in deinem späteren Beruf mit deiner Arbeit die Grundlage für Bauvorhaben aller Art schaffen und dafür besonders tief graben willst, dann passt die Ausbildung zum Spezialtiefbauer perfekt zu dir!

In der dreijährigen Ausbildung lernst du, Verankerungssysteme für Brücken und andere große Gebäude zu bauen. Dafür musst du dich mit verschiedenen Bodenarten auseinandersetzen, um den Boden auf seine Tragfähigkeit prüfen zu können. Anhand der Ergebnisse wählst du dann die passenden Maschinen aus, sicherst die Baustelle ab und hebst die Baugrube aus.

Die Baugrube wird dann mit Ankersystemen aus Stahl und Stützmauern gesichert. Dabei trägst du eine hohe Verantwortung, denn mit deiner Arbeit schaffst du das Fundament für das spätere Bauwerk. Du arbeitest daher eng mit den Bauingenieuren zusammen und setzt deren Pläne um. Aber du musst auch selbst Berechnungen anstellen, um den Baustoffbedarf und die Wirkung von Kräften und Hebelarten zu ermitteln. Gute Mathekenntnisse helfen dir hier weiter!

Dein Einstiegsgehalt als Spezialtiefbauer liegt zwischen 2.400 und 2.600 Euro. Das kannst du sogar noch aufbessern, indem du dich auf Fachgebiete spezialisierst oder eine Weiterbildung zum Techniker in der Fachrichtung Bautechnik machst.

Alle wichtigen Informationen zur Ausbildung zum Spezialtiefbauer

Ausbildungsdauer 3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich
Gehalt 1. Jahr: 609 – 708 Euro
2. Jahr: 836 – 1.088 Euro
3. Jahr: 1.056 – 1.374 Euro
Empfohlener Schulabschluss Mittlere Reife
Ausbildungsorte in Bauunternehmen im Tief-, Brücken- und Tunnelbau, bei kommunalen Bauämtern; auf Baustellen
Arbeitszeiten Standard-Arbeitszeit
Chancen - Weiterbildung zum Polier (Leiter der Bausteller), Techniker in der Fachrichtung Bautechnik;
- Studium Bauingenieurswesen;
Besonderes - Wochenendarbeit möglich;
- überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung;
Infos zur Ausbildung zum Spezialtiefbauer
Wieviel verdient man in der Ausbildung zum Spezialtiefbauer?
Finde eine Ausbildung zum Spezialtiefbauer

Du kannst Spezialtiefbauer werden, wenn du...

  • handwerklich und technisch begabt bist,
  • keine Probleme damit hast, bei Lärm und Schmutz zu arbeiten,
  • du körperlich fit bist und kräftig mit anpacken kannst.

Die Ausbildung zum Spezialtiefbauer kommt nicht infrage, wenn du...

  • du Physik noch nie verstanden hast,
  • Arbeiten im Handwerk für dich nicht in Frage kommt,
  • ein kuscheliges Büro dein zukünftiger Arbeitsplatz sein sollte.

1. Ausbildungsjahr zum Spezialtiefbauer:

Anfangs wirst du in den Arbeitsablauf, den Arbeitsplan, die Auftragsübernahme und die Leistungserfassung eingeführt. Dir wird gezeigt, wie Baustellen errichtet, gesichert und geräumt werden. Zudem musst du technische Zeichnungen lesen und selbst anfertigen können. Du führst Messungen durch, bearbeitest Werkstoffe wie Holz und stellst verschiedene Bauteile aus Beton und Stahlbeton her. Darüber hinaus lernst du das Ausheben von Baugruben und Gräben. Diese praktischen Aufgaben werden in der Berufsschule durch theoretischen Unterricht ergänzt. Am Ende des ersten Jahres musst du eine Zwischenprüfung ablegen.

2. Ausbildungsjahr zum Spezialtiefbauer:

Das zweite Jahr dient der Vertiefung deiner Kenntnisse aus dem Vorjahr. Zusätzlich erwarten dich in der Berufsschule verschiedene Lernfelder: das Erkunden des Baugrundes, das Einbauen einer Rohrleitung, das Warten und Instandhalten von Bohrgeräten und das Ausführen von Spezialtiefbauarbeiten. Du legst zum Ende des Jahres eine Zwischenprüfung ab und kannst nach dieser als Tiefbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten durchstarten.

3. Ausbildungsjahr zum Spezialtiefbauer:

Zusätzlich zu den Kenntnissen aus den ersten beiden Jahren lernst du nun, Metalle und Kunststoffe zu bearbeiten. Dir wird gezeigt, wie du Geräte, Maschinen und Anlagen bedienst und instand hältst. Du sicherst Baugruben, führst Baugrundvermessungen durch und lernst, Umweltschäden zu beheben. Die Ausbildung zum Spezialtiefbauer schließt du mit einer Abschlussprüfung ab.

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