Ausbildung zum
Chemikant


Dauer: 3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5 – 3 Jahre möglich Empf. Abschluss: Mittlere Reife Arbeitszeit: Schichtdienst

Was macht man als Chemikant?

Steuere die Produktion von chemischen Erzeugnissen!

Inhaltsverzeichnis


Kurzbeschreibung Berufsbild zum Chemikant

Waschmittel, Farben, Kosmetik – chemische Produkte sind ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Als Chemikant bist du direkt verantwortlich für die Herstellung solcher Erzeugnisse! Du arbeitest etwa in chemischen oder pharmazeutischen Industrieunternehmen. Dort steuerst du die Maschinen, kontrollierst den Herstellungsprozess und stellst sicher, dass alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Chemikanten sind also für den Fertigungsprozess von chemischen Produkten verantwortlich. Anders als ein Chemielaborant bist du also nicht in der Forschung, sondern vorwiegend in Werkhallen unterwegs. Je nach Branche bedienst du für die Verarbeitung von Rohstoffen große Maschinen oder hantierst mit kleinen Reagenzgläsern.

Wichtig ist deshalb sowohl chemisches wie technisches Verständnis. Damit Fehlern vorgebeugt wird oder Fehlerquellen schnell ausgemacht werden können, musst du außerdem sorgfältig jeden Arbeitsschritt dokumentieren können. Fühlst du dich angesprochen? Dann solltest du dir darüber Gedanken machen, eine Ausbildung zum Chemikanten anzustreben!

Nach den 3,5 Jahren in der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 1.800 bis 2.200 Euro rechnen. Mit der Berufserfahrung steigt schließlich auch dein Einkommen. Darüber hinaus kannst du dich auf vielfältige Weise fortbilden. Möglich ist unter anderem eine Spezialisierung in einem bestimmten Bereich. So kannst du bereits durch die Teilnahme an verschiedenen Kursen zum Schichtführer oder Qualitätskontrolleur aufsteigen.

Nach deiner Weiterbildung zum Techniker oder zum Industriemeister entwickelst du selbst Produktionsverfahren. Dann ist häufig auch ein Chemiestudium ohne Hochschulreife möglich. Reizt dich hingegen der wirtschaftliche Bereich eines Industrieunternehmens, dann mache eine Fortbildung zum Technischen Betriebswirt!

Gefallen dir Ausbildungen im naturwissenschaftlichen Bereich? Dann solltest du dir die Ausbildung zum Chemielaborant ansehen.

Alle wichtigen Informationen zur Ausbildung zum Chemikant

Ausbildungsdauer 3,5 Jahre, Verkürzung auf 2,5 – 3 Jahre möglich
Gehalt 1. Jahr: 806 – 872 Euro
2. Jahr: 850 – 931 Euro
3. Jahr: 895 – 1.009 Euro
4. Jahr: 945 – 1.078 Euro
Empfohlener Schulabschluss Mittlere Reife
Ausbildungsorte Betriebe der chemischen Industrie, Werkhallen
Arbeitszeiten Schichtdienst
Chancen Weiterbildung zum Techniker oder Industriemeister
Studium der Chemie
Fortbildung zum Technischen Betriebswirt
Besonderes Schutzkleidung oftmals Pflicht
Infos zur Ausbildung zum Chemikant
Wieviel verdient man in der Ausbildung zum Chemikant?
Finde eine Ausbildung zum Chemikant

Du kannst Chemikant werden, wenn du...

  • dich für chemische Prozesse, Physik und Mathe interessierst,
  • handwerklich begabt und technikbegeistert bist,
  • verantwortungsvoll und sorgfältig arbeitest,
  • kein Problem mit Lärm am Arbeitsplatz hast.

Die Ausbildung zum Chemikant kommt nicht infrage, wenn du...

  • kein Interesse für Chemikalien aufbringst,
  • keinen Spaß an naturwissenschaftliche Schulfächern hast,
  • lieber einen ruhigen Arbeitsplatz bevorzugst.

1. Ausbildungsjahr zum Chemikant:

In den ersten Monaten als Auszubildender wirst du zunächst mit den Geräten vertraut gemacht, die du als Chemikant tagtäglich bedienen musst. Dazu zählt die Steuerung, aber auch die Pflege und Wartung. Zudem werden dir die Arbeitsstoffe gezeigt und du lernst wie Stoffe vereinigt und getrennt werden.

2. Ausbildungsjahr zum Chemikant:

Im zweiten Teil deiner Ausbildung wird dir die Messtechnik näher gebracht. Außerdem lernst du das richtige Kontrollieren und Dokumentieren von Arbeitsprozessen. Des Weiteren wirst du in spezielle Trennverfahren eingearbeitet. Du kannst anschließend Stoffgemische durch verschiedene Verfahren trennen. Bevor du dein zweites Lehrjahr abschließt, kommt es zur Zwischenprüfung.

3. Ausbildungsjahr zum Chemikant:

Das dritte Lehrjahr dient dazu, deine Kenntnisse zu vertiefen. Hinzu kommt die thermische und mechanische Verfahrenstechnik sowie die Steuer- und Regelungstechnik. Außerdem musst du dich zwischen zehn verschiedenen Wahlpflicht-Lernfeldern entscheiden, in denen du im dritten und vierten Lehrjahr mehrere Stunden absolvierst. Neben dem Transport und der Lagerung von Stoffen kannst du beispielsweise auch deine internationalen Kompetenzen erweitern.

4. Ausbildungsjahr zum Chemikant:

Im letzten Lehrjahr vertiefst du weiter dein Wissen. Du lernst wie sich verfahrenstechnische Prozesse beeinflussen lassen. Im Zuge dessen wirst du darin ausgebildet, Steuerungs- und Regelelemente selbstständig einzustellen. Am Ende deiner Ausbildung wartet dann die Abschlussprüfung auf dich.

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