Ausbildung zum
Sattler


Wie lange dauert die Ausbildung:

3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich

Welchen Abschluss brauchst du:

Hauptschulabschluss

Wann arbeitest du:

Standard-Arbeitszeit

Was macht man als Sattler?

Stelle Sättel, Autositze und Taschen aus Leder her!

Inhaltsverzeichnis


Wie sieht dein Alltag als Sattler aus?

„Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“ – und auf deren Rücken liegt im besten Fall ein hochwertiger Sattel aus Leder. Für dessen Herstellung ist ein Sattler zuständig, der sich genauestens mit der Verarbeitung von Leder auskennt. Du denkst, ein Sattler stellt nur Sättel her? Weit gefehlt! Je nach gewählter Fachrichtung ist er auch für die Herstellung von Autositzen oder Taschen zuständig.

Die dreijährige Ausbildung zum Sattler wird in drei Fachrichtungen angeboten: Reitsportsattlerei, Fahrzeugsattlerei und Feintäschnerei. In der Reitsportsattlerei dreht sich alles um Lederzubehör für den Reitsport, von Sätteln über Zaumzeug bis hin zu Geschirren und Reitbekleidung. Sattler aus der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei fertigen Ledersitze für Autos und Motorräder an, restaurieren die Innenverkleidung oder stellen Cabrioverdecke her. Auch die Sitze von Flugzeugen oder Straßenbahnen fallen in ihren Aufgabenbereich. Taschen und Koffer stehen bei der Feintächnerei im Mittelpunkt. Entweder werden diese nach Kundenwunsch angefertigt oder repariert. In jeder dieser Fachrichtungen sind eine sorgfältige Arbeitsweise und handwerkliches Geschick gefragt.

Hast du die Ausbildung erfolgreich absolviert, kannst du zwischen 1.800 und 2.300 Euro verdienen. Reicht dir das nicht aus, bietet sich eine Meisterprüfung an. So kannst du außerdem selbst Lehrlinge ausbilden. Oder aber du machst dich mit deinem eigenen Geschäft selbstständig.

Folgende Fachrichtungen gibt es:
Reitsportsattlerei
Fahrzeugsattlerei
Feintäschnerei

Alle wichtigen Informationen zur Ausbildung zum Sattler

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre, Verkürzung auf 2 – 2,5 Jahre möglich
  • Gehalt: 1. Jahr: 720 Euro, 2. Jahr: 760 Euro, 3. Jahr: 790 Euro,
  • Empfohlener Schulabschluss: Hauptschulabschluss
  • Ausbildungsorte: in Fachbetrieben des Sattlerhandwerks, Unternehmen der Sportartikelindustrie, Fahrzeugsattlereien, Zulieferbetrieben der Kraftfahrzeugindustrie, Reparaturwerkstätten, Betrieben der Lederwarenindustrie, im Reparaturservice von Lederwarenfachgeschäften, in Werkstätten
  • Arbeitszeiten: Standard-Arbeitszeit
  • Chancen: Weiterbildung zum Meister Selbstständigkeit
    Studium Textiltechnik
  • Besonderheiten: in der Industrie höhere Ausbildungsvergütung als im Handwerk
Ausbildung  Sattler
Wieviel verdient man in der Ausbildung  Sattler?
Finde eine Ausbildung  Sattler

Du kannst Sattler werden, wenn du...

  • handwerklich begabt bist,
  • schon einmal Nadel und Faden in der Hand hattest,
  • sorgfältig und genau arbeitest,
  • auf Kundenwünsche individuell eingehen kannst.

Die Ausbildung zum Sattler kommt nicht infrage, wenn du...

  • nicht mit Tierhäuten hantieren möchtest,
  • über keine besonders gute Koordination verfügst,
  • einen Job im Büro bevorzugst.

1. Ausbildungsjahr zum Sattler:

Zu Beginn lernst du das Be- und Verarbeiten der Werkstoffe und den Umgang mit den Werkzeugen und Geräten. Du wirst die Werkstoffe zuschneiden und erste Näharbeiten durchführen. Auch wirst du bereits Werkstücke fertigstellen und montieren. Dazu hast du Unterricht in der Berufsschule: Dort lernst du das Bearbeiten von Kunden Aufträgen, das manuelle und maschinelle Herstellen von Sattlereierzeugnissen sowie das Verarbeiten unterschiedlicher Materialien.

2. Ausbildungsjahr zum Sattler:

Im zweiten Jahr deiner Sattler-Ausbildung darfst du Arbeitsabläufe planen und ausführen. Du wirst außerdem technische Unterlagen anfertigen sowie Informations- und Kommunikationstechniken anwenden. Dazu lernst du in der Berufsschule das Herstellen von Polsterungen und Füllungen, das Reparieren und Lederartikeln sowie das Entwerfen und Gestalten von Sattlereierzeugnissen. Zusätzlich wirst du Kundenaufträge kalkulieren. Noch vor dem Ende des zweiten Jahres legst du die Zwischenprüfung ab.

3. Ausbildungsjahr zum Sattler:

In deinem dritten Ausbildungsjahr vertiefst du vor allem die Kenntnisse in deiner gewählten Fachrichtung. Du wirst also Reitsportzubehör, Polster, Verdecke und Planen oder Erzeugnisse der Feintäschnerei (Taschen, Geldbörsen oder Koffer) fertigen. Außerdem musst du in der Berufsschule ein eigenes Produkt planen und anschließend umsetzen. Zum Ende der Ausbildung wartet noch die Abschlussprüfung auf dich.

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