Gut bezahlte Jobs, die keiner machen will


Gut bezahlte Jobs, die keiner machen will? Gibt es so etwas überhaupt?

Klar, hier haben wir einige Jobs für dich zusammengestellt, die genau diesem Kriterium entsprechen.

Gut bezahlte Jobs, die keiner machen will, eine Auswahl:

Müllentsorger:

Berufsbild:

Der Müllentsorger, umgangssprachlich auch Müllmann genannt, ist häufig einer der ersten Jobs, die einem in den Sinn kommen, bei dem man Gerüchten zufolge gut verdient, den aber trotzdem keiner machen will. Das liegt wahrscheinlich an den harten Arbeitszeiten und daran, dass man den ganzen Tag mit dem Müll anderer Leute zu tun hat. Wie genau ein typischer Tag bei der Müllabfuhr aussieht, haben wir dir hier erklärt.

Eines ist klar: Als Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft muss man früh aufstehen. Um 7 Uhr gehts los, sprich, um spätestens 6 Uhr aufstehen ist Pflicht. Dafür ist allerdings in der Regel bereits zwischen 14 und 15 Uhr Feierabend. Ein Müllabfuhrteam besteht meistens aus drei Leuten: zwei Ladern, die häufig hinten am LKW mitfahren, und einem Fahrer. Bevor die Flotte aus Müllabfuhren loslegt, gibt es eine kurze Team- und Tourenbesprechung, wer wann wohin fährt. Die Lader bringen dann Mülltonnen und -container vom Straßenrand, von Nebenstraßen und aus Kellern zum LKW. Ein knochenharter Job, weshalb eine gute körperliche Form sehr wichtig ist.

Gehalt:

Der genaue Betrag hängt von mehreren Faktoren ab. Hauptsächlich davon, in welcher Region, bzw. Stadt man arbeitet.

  • Ausbildung: 1. Jahr: 610 – 850 Euro; 2. Jahr: 660 – 900 Euro; 3. Jahr: 730 – 950 Euro
  • München: zwischen 34.451 und 67.257 Euro brutto bei Vollzeit
  • Hamburg: zwischen 48.951 und 66.139 Euro brutto bei Vollzeit
  • Extraqualifikation, beispielsweise LKW-Führerschein, kann Gehalt aufbessern

Voraussetzungen:

Bestatter:

Berufsbild:

Als Bestattungsfachkraft braucht man starke Nerven. Man hat nämlich viel mit Leichnamen und Trauernden zu tun. Allein das reicht den meisten Leuten schon aus sich gegen diesen Beruf zu entscheiden. Dabei weiß die Mehrheit gar nicht, was dieser doch recht interessante Beruf überhaupt alles beinhaltet.

Der Bestatter ist dafür zuständig, dass bei dem Transport, der Herrichtung und der Beerdigung eines Leichnams alles glatt läuft. Außerdem hat er die verantwortungsvolle Aufgabe Familienangehörigen Beratung und Beistand zu leisten. Er hilft also der Familie des Verstorbenen einen Sarg oder eine Urne auszuwählen und koordiniert die kosmetische und hygienische Versorgung des Verstorbenen. Dazu gehört auch das Waschen und Ankleiden des Toten. Eine Bestattungsfachkraft hat aber auch kaufmännische Verpflichtungen. Sie kümmert sich zum Beispiel um die Vermittlung von Bestattungsvorsorgeverträgen, trägt aber auch Sorge, dass bei Kostenkalkulationen und Abrechnungen für Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften und Kunden alles im Lot ist.

Gehalt:

Das Bestattungsgewerbe ist ein lukratives Geschäft, denn die traurige Wahrheit ist, dass alle Menschen früher oder später sterben müssen. Der geschätzte Umsatz für das Jahr 2020 liegt im Bestattungswesen bei 1,83 Milliarden Euro.

  • Ausbildung: 1. Jahr: 400 – 888 Euro; 2. Jahr: 450 – 938 Euro; 3. Jahr: 500 – 984 Euro
  • Bruttomonatsgehalt zwischen 1.700 und 2.650 Euro
  • Nach Weiterbildung zum Bestattermeister bis zu 3.500 Euro

Voraussetzungen:

  • Ausbildung zur Bestattungsfachkraft empfohlen, aber nicht zwingend notwendig. Genaue Ansprüche an Quereinsteiger variieren von Betrieb zu Betrieb.
  • Psychische Stabilität und gutes Einfühlungsvermögen
  • Interesse für verwaltende und kaufmännische Aufgaben
  • Keine Vorbehalte gegenüber der Arbeit mit Leichnamen und der direkten Konfrontation mit dem Tod, wenn auch nicht dem eigenen

Industrietaucher:

Berufsbild:

Die Vorstellung ein Industrietaucher zu sein ist, zugegebenermaßen, nicht besonders glamourös. Man hat Bilder von Klärwerken, Bergminen und Atomkraftwerken im Kopf, in denen man, auch noch unter Wasser, schwierige, gar gefährliche Aufgaben erledigen soll. Da kann man auch nichts beschönigen. Als Industrietaucher riskiert man nicht selten sein Leben. Es droht immer das Risiko eines Unfalls oder Missgeschickes unter Wasser, doch auch gewisse gesundheitliche Langzeitrisiken entstehen durch die andauernde Druckbelastung beim Tauchen. Der Job ist also wirklich nicht ohne.

Was man aber genau machen soll, bzw. dafür lernen muss, ist der Mehrheit unklar. Diese Fragen möchten wir gerne beantworten. Zum einen, wo kann man überhaupt arbeiten?

Überall dort, wo Bau-, Reparatur-, Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten unter Wasser zu erledigen sind. Auch das Überprüfen von technischen und baulichen Anlagen, die sich unter dem Wasserspiegel befinden, gehört in den Aufgabenbereich eines Industrietauchers. Sehr spannend sind auch Bergungs- und Rettungseinsätze für Polizei oder Feuerwehr. In der Forschung werden ebenfalls häufig Berufstaucher eingesetzt, um Daten zu sammeln. Selbst das Militär bedient sich speziell ausgebildeter Taucher, nicht selten, um unbekanntes Terrain auszukundschaften oder sogar Sprengstoff zu entschärfen.

Zusammenfassend handelt es sich beim Industrietaucher um einen schwierigen, mitunter sehr gefährlichen Job. Die Entlohnung ist dementsprechend substantiell.

Gehalt:

Für einen derart komplizierten Beruf mit einem ebenso schwierigen Ausbildungspfad erwartet man immerhin eine ordentliche Summe, oder? Richtig! Und enttäuscht wird man nicht.

  • Im Durchschnitt kann ein Industrietaucher mit einem Bruttomonatsgehalt von 10.000 Euro rechnen.

Voraussetzungen:

  • Taucherausbildung, die im Taucherlehrbetrieb normalerweise zwei Jahre dauert und 300 Fachunterrichtsstunden sowie ca. 200 praktische Tauchstunden beinhaltet
  • Handwerkliche Ausbildung wie beispielsweise Maurer oder Schweißer, sowie einige Jahre Berufserfahrung.
  • Technische Grundlagenkenntnis und das Beherrschen von Rechtsvorschriften
  • Fachrechnen und -zeichnen
  • Fortbildung zum Berufstaucher
  • Im Falle von Militär-, Polizei- und Feuerwehreinsätzen sind häufig noch weitere Qualifikationen und Weiterbildungen nötig
  • Extreme Stressresistenz und starke Nerven sowie ein gewisses Wohlgefühl im Wasser

Bohrinseljobs:

Berufsbild:

Du hast bestimmt schon mal von der Knochenarbeit gehört, die auf Bohrinseln geleistet wird. Aber auch von entsprechend guter Bezahlung. Es kursieren Gerüchte von üblem Schichtdienst, der dann aber von wochenlangem Urlaub abgelöst wird.

Aber wie schlimm oder schwer muss dann die Arbeit sein, wenn ein Mitarbeiter die Hälfte des Jahres oder manchmal sogar mehr braucht, um sich zu erholen? Und welche unterschiedlichen Jobs kann man überhaupt auf so einer Bohrinsel antreten? Welche Fähigkeiten und Voraussetzungen muss man mitbringen? 

Auf einer Bohrinsel gibt es jede Menge Jobs. Man kann es sich wie einen Mikrokosmos vorstellen.

Auf der ca. 8.000 Quadratmeter großen Bohrinsel “Sleipner A”, 150 lm vor der Küste Norwegens, arbeiten beispielsweise 240 Mitarbeiter. Ungefähr 22,5 Millionen Kubikmeter Gas werden hier alle 24 Stunden zu Tage gefördert. Man kann sich also vorstellen, wie viele unterschiedliche Mitarbeiter vonnöten sind, damit alles glatt läuft.

Bohrhelfer, auch “Roustabouts” genannt, haben viele körperliche Arbeiten, wie zum Beispiel das Streichen, Reinigen, Transportieren von Baumaterial und in es der richtigen Reihenfolge auszulegen und zuzureichen. Die nächste Stufe ist der Bohrarbeiter, auch „Roughneck“ genannt. Sie leiten oft die vier- bis sechsköpfigen Bohrteams, wenn es um einfache Prozesse geht. Es gibt selbstverständlich auch auf jeder Bohrinsel Ingenieure, Driller, Elektriker und Mechaniker. Was die Arbeitszeiten angeht, hat jeder Betrieb selbstverständlich seine eigene Regeln aber generell kann man als Mitarbeiter auf einer Bohrinsel davon ausgehen für 14 Tage zwölf Stunden am Tag arbeiten zu müssen. Der darauffolgende Urlaub ist im Regelfall dann auch zwei Wochen lang oder manchmal sogar länger bevor die Arbeit weitergeht.

Gehalt:

Dadurch, dass die Arbeit auf einer Bohrinsel – ob vom Hilfsarbeiter oder Ingenieur – unter extrem harten Bedingungen verrichtet wird, fällt auch die Entlohnung sehr lukrativ aus.

  • Bohrhelfer: Sie erhalten auf internationalen Bohrinseln im ersten Berufsjahr bis zu 3.000 Euro netto pro Monat.
  • Bohrarbeiter: Sie streichen im ersten Berufsjahr zwischen 4.000 – 4.500 Euro netto pro Monat ein.
  • Bohrgeräteführer: Mit z. B. 5 Jahren Berufserfahrung auf Bohrinseln, verdienen sie ca. 7.000 Euro netto pro Monat.
  • Elektriker oder Regelmechaniker: Sie erhalten auf Nordseebohrinseln im ersten Berufsjahr 5.500 Euro netto und ab dem 5. Berufsjahr etwa 6.500 Euro Netto pro Monat.
  • Zimmerjunge bzw. Mädchen: Sie verdienen bereits 2.500 Euro netto pro Monat.
  • Köche: mit guten Referenzen haben sie Anspruch auf um die 4.000 Euro netto pro Monat.

Voraussetzungen:

Tatortreiniger:

Berufsbild:

Man kennt sie aus Filmen und Serien, wenn sie in ihren, den ganzen Körper bedeckenden, Schutzanzügen durch das Bild laufen: Die Tatortreiniger. Den Ort zu reinigen, an dem ein Mensch meistens gewaltsam zu Tode gekommen ist, klingt nun wirklich nicht nach einem Traumjob. Aber was über Hollywood hinausgeht, ist dem Großteil der Öffentlichkeit unbekannt. Was ist überhaupt ein Tatortreiniger und wie genau verdient er sein täglich Brot?

Man könnte einen Tatortreiniger als hoch spezialisierten Gebäudereiniger betrachten. Er ist dafür zuständig, nachdem Freigabe durch die Polizei erfolgt ist, am Ort des Geschehens eines Gewaltverbrechens, Suizides oder im Falle eines Unfalles aber auch eines natürlichen Todesfalles die Spuren zu entfernen.

Übrigens beauftragt nicht die Polizei die Tatortreinigung, sondern das muss der Haus- bzw. Wohnungsbesitzer oder -bewohner machen. Im Falle eines öffentlichen Tatortes ist die Stadtverwaltung zuständig. Eine gründliche Reinigung umfasst das Beseitigen von Körperflüssigkeiten, Ungeziefer und Verwesungsrückständen. Außerdem werden Beschädigungen an der Leiche aber auch der näheren Umgebung strengstens dokumentiert.

Gehalt:

Auch wenn der Betrag nicht so stattlich ausfällt wie bei anderen Berufen, ist dieser Job, wie auch schon der des Bestattungsfachangestellten, einer für die Ewigkeit. Denn dort, wo ein Mensch verstirbt, wird es auch immer Leute geben müssen, die sich um den Tatort kümmern. Zudem ist es mit Sicherheit einer der spannenderen Berufen, mit einem flachen Ausbildungsweg.

  • 1. Jahr: 570 – 630 Euro; 2. Jahr: 690 – 770 Euro; 3. Jahr: 810 – 900 Euro
  • Bruttomonatsgehalt von ca. 2.770 bis 3.200 Euro

Voraussetzungen:

  • Gibt keinen festgelegten Ausbildungsweg
  • Ausbildung Gebäudereiniger/in (empfohlen)
  • Weiterbildung zum Desinfektor ( nur wenige Wochen, empfohlen )
  • Immer mehr Firmen bieten die Ausbildung zum Gebäude-, Glas, und Tatortreiniger an
  • resistenter Magen

Versicherungsvertreter:

Berufsbild:

Der Job als Versicherungsvertreter hat einen schlechten Ruf. Das liegt wohl an dem Image, von Tür zu Tür zu gehen um “Klinken zu putzen” und sich Leuten “aufzuquatschen”. Sie sind auch in Statistiken und Studien, wie beispielsweise der des Marktforschungsinstitut Toluna im Auftrag der Kommunikationsagentur Faktenkontor, bezüglich der TopTen der unbeliebtesten Jobs der Deutschen aufgelistet. Aber weißt du, was die Aufgaben eines Versicherungsvertreters sind? Oder wie gut man verdienen kann?

Der Versicherungsvertreter hat die Aufgabe, entweder per Telefon oder eben durch klassisches von Haus zu Haus gehen, neue Kunden an Land zu ziehen. Sein Produkt ist der Schutz, den seine Versicherungsgesellschaft verspricht. Es gibt sehr viele verschiedene Pakete mit unterschiedlichsten Vorteilen, Defiziten und Preisen, um das Produkt dem Kunden möglichst nahe zu bringen. Sobald ein Versicherungsvertreter erfolgreich war, muss er alle Daten dokumentieren, da diese für die weitere Beratung des Kunden selbstverständlich sehr wichtig ist. Dieser Beruf wird oft als einer für “Labertaschen” oder “Nieten in Polyester” abgeschrieben, dabei sind die Verdienstmöglichkeiten gar nicht mal so schlecht.

Gehalt:

Das Gehalt des Kaufmanns / der Kauffrau für Versicherungen und Finanzen in der Ausbildung und im späteren Berufsleben ist eines der besten überhaupt. Der Ruf dieses Jobs mag schlecht sein, doch die Bezahlung ist es keineswegs.

  • Ausbildung: 1. Jahr: 930 Euro; 2. Jahr: 1.000 Euro; 3. Jahr: 1.090 Euro
  • Im Durchschnitt beträgt das Bruttomonatseinkommen auf Basis einer 38-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen im Durchschnitt knapp 3.500 Euro  
  • Mit einigen Jahren Berufserfahrung lässt sich das Gehalt oft auf über 4.000 brutto im Monat aufbessern

Voraussetzungen:

Das schließt unsere Auswahl “Gut bezahlte Jobs, die keiner machen will” ab. Wir hoffen, du konntest dabei etwas lernen, vielleicht sogar über dich selbst, lernen und hast jetzt eine bessere Vorstellung davon, was du später mal machen willst, bzw. auf keinen Fall machen möchtest.

Fazit:

„Gut bezahlte Jobs, die keiner machen will“ gibt es also durchaus, aber natürlich gelten diese nicht ohne Grund als schwierig oder unbeliebt.

Quellen:

https//www.fokus.de
https://www.steuerklassen.com/gehalt/
https//www.bohrinsel-job-portal/jobs 
https//www.gehalt.de
https//www.lohnspiegel.de
https//de.wikipedia.org
https//www.bundesagentur-für-arbeit.de
https//www.berufe.net